






Sechs Tracks aus einer anderen Zeit. Entstanden 2016, neu veröffentlicht 2020. Vom ersten Beat bis zur letzten Zeile in Eigenregie. Ein Stück musikalische Vergangenheit.
Ein Release aus früheren Jahren. Die Musik bleibt.
BILDSPRACHE











Musik und ich – das läuft schon eine ganze Weile. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Noch immer gibt es diesen Moment, in dem aus einer Idee langsam ein Track wird und ich merke, warum ich das Ganze eigentlich mache.
Natürlich hat sich über die Jahre einiges verändert. Früher war da schon mal eine ordentliche Portion Rapper-Attitüde im Spiel. Heute sehe ich vieles anders. Etwas entspannter vielleicht, manchmal auch kritischer. Aber keine Sorge, die Ecken und Kanten sind noch da.
Wenn ich meine alten Sachen höre, ist von einem breiten Grinsen bis zu einem leichten Kopfschütteln alles dabei. Manches gefällt mir noch immer, anderes würde ich heute so nicht mehr machen.
Was mich an Rap besonders reizt, ist das Spiel mit Sprache. Ich mag ausgefeilte Reime, ungewöhnliche Rhythmen und Bars, die mehr als eine Bedeutung haben. Manchmal auch mehr als zwei oder drei. Und zwar mit Absicht.
Denn das Entscheidende steht bei mir meistens nicht direkt da. Es steckt zwischen den Zeilen.
Ich will nicht alles vorkauen. Lieber lasse ich Platz für eigene Gedanken, Interpretationen und Bilder im Kopf. Wer sich wirklich mit meinen Texten beschäftigt, wird auch mehr darin entdecken.
Trotz aller Liebe zur Reimtechnik: Rap lebt nicht allein von Worten auf dem Papier. Die Stimme muss etwas erzählen können. Flow, Betonung, Ausdruck – das alles gehört für mich genauso dazu. Erst zusammen wird daraus das, was ich hören möchte.
Und weil ich da recht genaue Vorstellungen habe, mache ich meine Musik komplett selbst. Vom Beat über die Texte und Aufnahmen bis zum fertigen Mix. 100 % ich. Mit allem, was dazugehört.
Meine Texte entstehen aus dem, was mich beschäftigt. Aus dem, was ich erlebt habe, gerade erlebe oder um mich herum beobachte. Mal persönlich, mal kritisch, mal mit einem Augenzwinkern. Hauptsache, es bleibt etwas hängen. Ein Gedanke, eine Frage, vielleicht ein Bild, das auch nach dem letzten Ton noch im Kopf ist.
Ich bin heute nicht mehr der, der ich früher war.
